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Gesamtbanksteuerung
Veränderte Markt- und regulatorische Anforderungen
Die Anforderungen an das Zins- und Währungsrisikomanagement für Banken ändern sich derzeit grundlegend. Neue Anforderungen entstehen dabei nicht nur seitens der Aufsichtsbehörden und Rating-Agenturen, sondern auch aus der Erkenntnis, dass eine moderne Risikosteuerung erhebliche Ertrags- und Erfolgspotentiale eröffnet. Nicht umsonst gewinnt deshalb in den führenden Häusern eine zielgerichtete Steuerung und Prognose der Ergebniskomponenten auf Gesamtbankebene zunehmend an Bedeutung.
Hypothekenbanken weisen oft noch Entwicklungspotential bei der systemtechnischen Unterstützung der Führung der Gesamtbankposition auf und sind daher in besonderer Weise von den sich wandelnden Anforderungen betroffen. Nicht selten können diese nur unter vereinfachenden Annahmen und mit hohem manuellem Aufwand bewältigt werden.
Dies alles geschieht im Spannungsfeld zwischen GuV- und Barwertsteuerung einerseits und HGB- und IAS-Reporting sowie (Pfandbrief-)Rating andererseits.
Grundlagen einer modernen Gesamtbanksteuerung
Eine moderne Gesamtbanksteuerung, die eine gezielte Erschließung der Ertrags- und Erfolgspotentiale ermöglicht, umfasst die folgenden Komponenten:
- eine integrierte Sichtweise auf Kredit- und Handelsaktivitäten als unverzichtbare Grundlage einer Steuerung auf Gesamtbankebene
- den Einsatz moderner Analysemethoden, von Gap-Reports über Sensitivitäts- und Szenarioanalysen bis zum Value-at-Risk, für ein umfassendes Management von Chancen und Risiken
- eine adäquate Abbildung von Nebenabreden der Handels- sowie der Kreditgeschäfte (§489BGB-Optionen etc.) zur Erfassung aller Risikokomponenten und als Basis für den effizienten Einsatz moderner Sicherungsinstrumente
Die kurzfristige Realisierung einer modernen Gesamtbanksteuerung ist ein anspruchsvolles Ziel, insbesondere für diejenigen Hypothekenbanken, deren Systemlandschaft die einzelnen Risikokomponenten im Bestand nicht oder nicht adäquat abbildet. Dennoch ist die Modernisierung der Gesamtbanksteuerung in einem überschaubaren Zeitrahmen durchaus möglich, wie einige Häuser in der jüngsten Vergangenheit bewiesen haben.
Durch die Verschärfung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen und die Vorgaben der internationalen Rechnungslegung (IAS / US-GAAP) werden die Systeme des Risikocontrollings oder der Aktiv-Passiv-Steuerung mehr und mehr auch in das externe Reporting eingebunden. Ein modernes Risikocontrolling- oder Treasurysystem kann beispielsweise auch die IAS-Einzelgeschäftsbewertung und die barwertige Deckungsrechnung abdecken. Damit verbunden ist jedoch ein erheblich höherer Anspruch an die Datenqualität.
Ihr Haus im Marktvergleich
Wie sieht Ihr Haus im Marktvergleich aus?
Welche Risikokomponenten sind nur unzureichend erfasst und überwacht (beispielsweise Kündigungsrechte)?
Mit welchen Investitionen müssen Sie in den nächsten Jahren für den Aufbau einer angemessenen Gesamtbanksteuerung rechnen?
Um hier schnell zu ersten Antworten zu gelangen, bietet Ihnen d-fine einen Quick Check, der Ihnen hilft, Ihre Stärken und Schwächen zu identifizieren.


